Wurmbefall bei Hund und Katze

Würmer parasitieren im Magen-Darm-Kanal von Hund und Katze. Es lassen sich Rundwürmer (Spul-, Haken- und Peitschenwürmer) und Bandwürmer unterschieden. Würmer sind wirbellose Tiere, die sich über Larvenstadien aus Eiern bis zum ausgewachsenen Parasiten entwickeln. Sie heften sich an die Schleimhaut des Magen-Darm-Kanals an und schädigen das Wirtstier.

Erkrankungen durch Wurmbefall

Wurmbefall kann zunächst ohne sichtbare Symptome verlaufen. Bei anhaltendem oder starkem Befall kann es zu folgenden Symptomen kommen:

  • Abmagerung
  • Wachstumsverlangsamung bei Jungtieren
  • Blutarmut und Blutbildveränderungen
  • Durchfall
  • schwere Magen-Darmkrämpfe
  • Lähmungen der Darmbewegung
  • Darmverschluss
  • Erbrechen

Wie kann sich Ihr Tier anstecken?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie sich Ihr Tier infizieren kann. Mögliche Ansteckungsquellen sind:

  • das Muttertier (noch vor der Geburt oder über die Milch)
  • Schnuppern an Kot oder Fressen von Kot infizierter Tiere
  • Mäuse oder Flöhe
  • Fressen von Pflanzen und daran heftenden Wurmeiern oder infizierten Schnecken
  • das Schuhwerk
  • Zwinger oder Tierkäfige, in denen infizierte Tiere gelebt haben

Ansteckungsgefahr für den Menschen

Auch der Mensch kann sich infizieren! Alle Rundwurmarten und viele Bandwurmarten sind auf den Menschen übertragbar. Nur durch eine regelmäßige Prophylaxe können Tierhalter vor einer Ansteckung und schwerer Erkrankung bewahrt werden. Besonders Kinder und geschwächte oder ältere Menschen sind gefährdet.

Bei akutem Wurmbefall muss daher umgehend gehandelt werden!

Welche Tiere sollen entwurmt werden und wie?

Katzen- und Hundewelpen sollten bereits vor der ersten Impfung mehrmals entwurmt werden.
Hundewelpen ab der 3.Lebenswoche alle 2 Wochen entwurmen.
Katzenwelpen ab der 4.Lebenswoche alle 3 Wochen entwurmen.

Ausgewachsene Hunde und Katzen am besten vorsorglich mindestens alle 3 Monate entwurmen. Das gilt auch für Wohnungskatzen, da sich auch diese über Schuhwerk, Pflanzen, Futter etc. anstecken können.

Für die passionierten Mäusejäger unter den Katzen und Hunden mit erhöhtem Ansteckungsrisiko gilt: alle 4-8 Wochen entwurmen!

Tiere mit Flohbefall sollen zusätzlich zur Flohbehandlung entwurmt werden, da Flöhe Bandwürmer überragen.

Tiere mit akutem bzw. sichtbarem Wurmbefall müssen sofort entwurmt werden. Auf Grund des Entwicklungszyklus der Würmer muss die Entwurmung nach ca. 14 Tagen wiederholt werden.

Wie wird entwurmt?

Es kann mit Injektionen, mit Paste, mit Tabletten oder per Spot on entwurmt werden.

Entwurmung per Injektion:
Das Tier bekommmt eine Spritze gegen alle Bandwurmarten und eine zweite gegen Rundwürmer. Hier ist die größte Zuverlässigkeit gegeben, da über die Blutbahn hundertprozentig die volle Wirkstoffdosis aufgenommen wird.

Entwurmung mit Paste:
Die Entwurmungspaste wirkt gut gegen Rundwürmer, allerdings nicht gegen Bandwürmer. Die Entwurmungspaste empfehlen wir daher nur bei Welpen, da diese in der Regel nur Rundwürmer mit der Muttermilch aufnehmen.

Entwurmung mit Tabletten:
Tablettten haben eine große Wirkungsbreite. Diese müssen an einem Tag gegeben werden.

Entwurmung mit Spot on:
Für Katzen stehen spezielle Spot on-Präparate gegen Rund-und Bandwürmer zur Verfügung. Diese können auch kombiniert sein mit einem Zecken- und Flohabwehrmittel.

Wir stehen Ihnen gerne für weitere Fragen zur Verfügung.
Informationen zum Thema Entwurmen finden Sie auch unter www.esccap.de!
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